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Warum konzentriert sich unser Gehirn auf Negativität und wie kann man ihr entgegenwirken?

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Schlechte Nachrichten, unfreundliche Kommentare, Kritik – Wissenschaftler und Psychologen haben herausgefunden, dass negative Ereignisse einen größeren Einfluss auf das Gehirn haben als positive. Und sie sind auch in der Lage, unser Verhalten und unsere Entscheidungen zu beeinflussen – und hier ist der Grund.

Was ist der „Negativitätseffekt „?

So nennen Psychologen unser unbewusstes Verlangen, negative Ereignisse wahrzunehmen und darüber nachzudenken. Und dieses Phänomen kann erklären, warum wir oft aufmerksam sind und uns an negative Erfahrungen erinnern. Zum Beispiel merken wir uns Beleidigungen besser als Lob. Oder wir überreagieren auf eine Bemerkung einer Person, die wir nicht mögen. Und dann laufen wir noch ein paar Tage und überlegen, wie wir ihm hätten antworten sollen. Diese Verzerrung führt dazu, dass uns negative Ereignisse wichtiger erscheinen als positive. Aber warum passiert das?

Es dreht sich alles um Evolution und das Gehirn

Forscher haben mehrere Versionen, warum dies passieren könnte. Und jedes stimmt mehr oder weniger. Zum Beispiel haben unsere Vorfahren auf Bedrohungen geachtet, einfach weil ihr Leben davon abhing. Und je sensibler sie auf Gefahren reagierten, desto wahrscheinlicher würden sie überleben. Daher war diese Voreingenommenheit früher einer der Abwehrmechanismen des Gehirns.

Auch andere Studien zeigen, dass das Gehirn stärker auf negative Reize reagiert. Der amerikanische Psychologe John Cacioppo führte ein Experiment durch, bei dem den Teilnehmern drei Optionen für Bilder gezeigt wurden (positiv, neutral und negativ). Es stellte sich heraus, dass letztere eine stärkere Aktivität in der Großhirnrinde bewirken, die für die Informationsverarbeitung zuständig ist. Aus diesem Grund wird unser Verhalten stärker von schlechten Nachrichten und Lebensereignissen geprägt. Es wurde auch festgestellt, dass diese Negativitätsverzerrung im Säuglingsalter beginnt, wenn sie sich dem Alter von einem Jahr nähert. Deshalb lernen wir das Negative fast von der Wiege an zu sehen. Es stellt sich die Frage: Wie kann man das verhindern?

Wie geht man mit negativem Denken um?

Aber Sie müssen immer noch etwas mit negativen Einstellungen tun. Weil sie uns an geliebten Menschen zweifeln lassen, uns ständig negative Entwicklungen vorstellen und dadurch Angst entsteht. Und wir fangen an, die Gelegenheiten abzulehnen, die uns das Schicksal bietet. Und generell wirkt sich das ständige Denken darüber, wie schlimm alles (oder schlimm sein kann) nicht optimal auf die Psyche aus. Was ist dann zu tun?

Psychologen glauben, dass Sie mit den Gedanken beginnen sollten, die in Ihrem Kopf sind. Beachten Sie, nach welchen Ereignissen oder Reizen sie negativ werden. Wenn es einfacher ist, führen Sie ein Tagebuch. Und versuchen Sie, sie zu stoppen, sobald sie auftauchen. Anstatt über die Vergangenheit nachzudenken, die Sie nicht ändern können, nutzen Sie diese Erfahrung, um die Zukunft zu verbessern. Denken Sie darüber nach, was diese negative Erfahrung Sie gelehrt hat.

Versuchen Sie zweitens, Wege zu finden, Ereignisse in einem positiveren Licht darzustellen. Das bedeutet natürlich nicht, dass in allem Schlechten etwas Gutes steckt. Aber eine solche Neuausrichtung wird dazu beitragen, das Negative und Positive im Leben auszugleichen und auch guten Ereignissen einen Sinn zu geben.

Und der dritte – da gute Dinge schwer zu erinnern sind, dann, wenn es passiert – widmen Sie diesem Moment Zeit. Konzentriere dich darauf und auf die Gefühle, die es mit sich bringt. Scrollen Sie im Kopf mehrmals und sehr detailliert durch das Event. Damit der gute Rest genauso im Gedächtnis bleiben und fixiert werden kann wie der Rest von schlechten Nachrichten. Und tue mehr von dem, was dich glücklich macht. Vor allem, wenn ein Strom negativer Gedanken sich entschied, die Oberhand zu gewinnen.

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